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Marktburg (Vorderburg)  

In der Westhälfte des Stadtkerns von Rüdesheim, unweit nördlich des alten Marktes, sind bescheidene Reste einer turmburgartigen Anlage, der Marktburg (auch Vorderburg), erhalten.
Hierbei handelt es sich um den Turm der wohl – wie die anderen Burgen Rüdesheims - im 12. Jahrhundert erbauten Anlage. Über das Aussehen und die Baugeschichte der Burg ist fast nichts bekannt. Bauhistorisch wurde das Areal bisher nicht erforscht. Es ist davon auszugehen, dass sich der Bergfried im Mittelpunkt der Anlage befand und von einem Bering umgeben war, der durch einen vorgelagerten Graben geschützt wurde.
Der Raum zwischen Turm und Ringmauer dürfte – ähnlich wie bei der Oberburg – weitgehend bebaut gewesen sein.   Die Frage nach dem Erbauer der Anlage kann ebenfalls nicht eindeutig beantwortet werden. Ein Teil der Forschung sieht in den Kind von Rüdesheim, einem Zweig der Fuchs von Rüdesheim, die Initiatoren der Anlage. Dieser Teil des Ministerialengeschlechts, der sich in der Folge, spätestens ab 1276, „de foro“ – also „vom Markt“ – nennt, dürfte auf der Marktburg bis zum Aussterben der Familie 1368 seinen Stammsitz gehabt haben.

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Von der im Kern hochmittelalterlichen Burganlage blieb lediglich der Stumpf des Turms erhalten.
In einem Oval, welches sich im Straßengrundriss und der angrenzenden Bebauung abzeichnet, ist vermutlich das ehemalige Burggelände bzw. an dessen Rand der Burggraben zu lokalisieren. Das Areal nahm damit einen nicht unbeachtlichen Raum nördlich des Marktes ein. Es wäre denkbar, dass sich der Saalhof auf dem Gelände der ehemaligen Vorburg befand. 
Der zentrale Turmstumpf ist 15 Meter hoch erhalten und weist eine Grundfläche von 9,4 Meter x 9,4 Meter auf. Er dürfte ursprünglich ähnlich dem der Oberburg gegliedert gewesen sein. Der übrig gebliebene untere Teil ist offensichtlich viergeschossig und mittels dreier Gewölbe unterteilt. Im zweiten befand sich der Eingang.
Der schmucklose romanische Turm ist ungegliedert und besteht aus Bruchsteinen aus Taunusquarzit. Mauerreste deuten darauf hin, dass er möglicherweise ähnlich ummantelt war wie der Bergfried der Oberburg. Der Turm besaß ursprünglich keine Öffnungen. Sämtliche nun sichtbare wurden nachträglich herausgebrochen.

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Turmstumpf, Foto Friedrich (2008)
Turmstumpf, Foto Friedrich (2008) Turmstumpf, Foto Friedrich (2008)

Anfahrtsbeschreibung Zugang

Anfahrt

Zugang


Öffnungszeiten: Auf Privatgelände, kein Zugang.

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